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Rückenschule |
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Rückenschmerzen sind in Deutschland mittlerweile einer der häufigsten Gründe für Arztbesuche oder stationäre Rehabilitation sowie die häufigste chronische Erkrankung im Altersbereich bis 64 Jahren. Viele wollen etwas gegen die Qualen im Kreuz tun und suchen deshalb eine Rückenschule auf - aber die schadet nach einer neuen Studie oft mehr als sie nutzt. "Anstatt zu Aktivität zu ermuntern, legen sie zu viel Wert auf die Schulung 'rückengerechten' Verhaltens und können damit Bewegungsangst und übertriebene Aufmerksamkeit fördern", heißt es einer Studie, die für die Bertelsmann-Stiftung durchgeführt wurde. Das Sportwissenschaftliche Institut der Universität Erlangen hatte im Auftrag der Stiftung zehn der am weitesten verbreiteten Rückenschulkonzepte analysiert und bewertet. Die Analyse zeigt: Rückenschmerzen und ihre Chronifizierung können am ehesten durch solche Konzepte vermieden werden, die Patienten an regelmäßige körperliche Aktivität heranführen, sie gezielt informieren und "Positivbotschaften" vermitteln. Auch Entspannungstechniken gehören demnach zu einer wirkungsvollen Rückenschule. Nicht wenige der Poli-Freunde kamen aufgrund von Rückenproblemen und dem Ratschlag des Arztes zum Eislaufen. Beim Eislaufen trainiert der Körper selbst die Wirbelsäule auf korrekte Haltung und stärkt damit die Rückenmuskulatur. Nach Aussage des bekannten Sportarztes Dr. Müller-Wohlfahrt ist Eislaufen "eine der gesündesten Sportarten", weil - und das ist beim Hobbyläufer die Regel - der Rücken nicht "übertrainiert" wird. Wir können dies aus eigener Erfahrung bestätigen. Eine spürbarere Verbesserung tritt erwiesermaßen nach 8 - 10 Wochen ein unter der Prämisse, dass man tatsächlich mehrere Stunden pro Woche auf dem Eis steht. Anmerkung:
Gerade beim Fallen aus dem Stand können die Bandscheiben gestaucht werden wenn der Oberkörper in senkrechter Position gehalten wird. Wichtig ist es bei einem drohenden Sturz den Rücken rund zu machen und in die Knie zu gehen um sich dann über den Rücken abrollen zu lassen. Auch nicht gegen den Sturz ankämpfen und auf keinen Fall die Arme über die Schultern heben oder versuchen sich rückwärts abzustützen. Dies muss man trainieren, denn sonst verhindert der Schreck die richtige Manipulation. Zur Erläuterung: ein Mensch mit 1.75 m Körpergröße (inkl. Schlittschuhe) ist mit seinem Po ca. 95 cm vom Eis entfernt. Ruscht man aus dem Stand aus, so trifft man bei einer Beschleunigung von 9,81 m/s2 nach ca. 0,45 s mit dem Po auf dem Eis auf. Ein trainierter Läufer kann tatsächlich noch innerhalb der "Schrecksekunde" reagieren und so den Sturz mildern. Wer die Gelegenheit hat, sollte an einem Crash-Kurs teilnehmen. |