Inliner

Nachdem wir - wie ihr an anderer Stelle sicher schon bemerkt habt - unser Herz auch für die Inliner entdeckt haben, möchten wir auch etwas zur Inliner-Ausrüstung sagen. Ähnlich wie bei die Schlittschuhen ist ein guter Schuh das A und O einer guten Ausrüstung. In den 80iger Jahren waren die Inlinerschuhe allesamt als Hartschalenschuhe ausgeführt. Vorreiter war hier Rollerblade. Kurze Zeit später kam K2 mit dem ersten Softboot auf den Markt und übernahm deren Vorherrschaft. Danach erst kamen Inliner anderer Hersteller wie Roches, Fila, Bauer und Salomon auf den Markt. Heute gibt es quasi nur noch Softboots, mit Ausnahme der Speedskates, welche meistens Schuhe aus Leder und/oder Kunststoff haben.

von links nach rechts:
Hartschalenschuhe, Softboots, Hockey- und Kunstlauf-Inliner

Der Schuh muß passen
Ein Schuh der drückt, macht keine Freunde. Ein zu großer Schuh erweist sich ebenfalls als Problem. Der Fuß ruscht im Schuh, man verkrampft instinktiv die Zehen um festen Halt zu bekommen, und dadurch handelt man sich Druckstellen und Blasen ein. Einige Hersteller machen Unterschiede zwischen Herren- und Damenshuhe, d.h. Damenschuhe haben schmälere Leisten als Herrenschuhe. Lasst Euch Zeit beim Schuhkauf, wenn das "Schnäppchen" nicht zum Problem werden soll.

Welche Schuhe?
Der Hobby- bzw. Tourenskater ist am besten mit einem Softboot eines Markenherstellers bedient, man kann damit auch wenig falsch machen. Von Noname-Inlinern aus dem Supermarkt sollte man besser die Finger lassen. Auf Speedskates will ich (vorerst) nicht eingehen. Für Otto Normalverbraucher ist dies ohnehin erst ein Thema nach ein/zwei Jahren Übung. Rat holt man sich dann am besten bei den Profis. Die Verkäufer in Kaufhäsuern sind meist keine Hilfe und reden oft genug dummes Zeug, es sei denn derjenige fährt selbst Inliner. Auch den Kindern sollte man keine Billigschuhe (Hartschalenshuhe mit klappernden viel zu harten Rollen) zumuten, besser man schaut sich nach zu klein geworden Schuhe der Nachbarkinder um. Inliner-Kunstläufer oder Inliner-Tänzer, ja die gibt es auch, benötigen spezielle Schienen (siehe Bild unten). Sogenannte "rockered" Inliner-Schienen sind relativ teuer, zumal sie auf Eiskunstlaufschuhe montiert werden müssen. Solche Kunstlaufschienen haben den Stopper vorn. Er wird aber nicht zum Bremsen sondern zum Drehen und Springen benötigt.

Mit den richtigen Rollen und einer angepaßten Technik kann man mit Inlinern dieselben Figuren ausführen wie mit Schlittschuhen auf dem Eis (siehe Inliner laufen). Wer also auch im Sommer trainieren will, sollte sich unbedingt Kunstlauf-Inliner kaufen. Solche Spezial-Inliner gibt es z.B. von PicSkate, Snyder und Double-L. Wir haben alle Marken getestet bzw. im Einsatz und geben Interessierten gerne Auskunft.

Ein preiswerter Kunstlauf-Inliner wurde von Double-L entwickelt (siehe Bild links). Hierbei handelt es sich um besonders stabile Softboots mit angenieteten gestuften ("rockered") Kunststoffschienen. Die Schuhe sehen zwar etwas klobig aus, geben aber guten Halt (besser als jeder K2). Man überlegt sich, ob man die Schuhe nicht auch für Schlittschuhe einsetzen könnte, auf jeden Fall sind sie bequemer als Lederschuhe. Die montierten Rollen sind jedoch relativ weich und sollten durch härtere ersetzt werden wenn man mehr als 50 kg wiegt. Dieser Inliner mit der Bezeichnung "Entry Level" ist daher eher für Kinder geeignet.

Achtung:
wenn man sich bei der Größenwahl an die Umrechnungsformel (Fusslänge + 10 mm) des Herstellers hält, fallen die Boots immer noch eine halbe Nummer zu klein aus.

 

 
Alternativen zu Kunstlauf-Inliner sind Hockey-Inliner oder Spezialframes für Slalomläufer. Einer der weltbesten Freestyler Sébastien Laffargue läuft mit SEBA Skates (siehe unten links). Interessant ist auch der neue Salomon (unten rechts).

Salomon hat den Deemax, die Thunder-Serie und den Deflector abgeschafft. Eine Alternative ist der FSK Slalom 3VSI. Der Boot ist ähnlich wie der des Crossmax mit einer zusätzlichen Schnalle für den Vorderfuß wie bei den SEBA skates. Das Frame ist mit 245 mm Länge und Rockering-Achsen (hinten und vorn) sehr drehfreudig.

Freestyler kennen sicher den SEBA-1 von Universkate. Jetzt gibt es den SEBA-2 Der Frame macht einen sehr guten Eindruck. Er ist ziemlich schwer aber dafür sicher extrem haltbar. Mit bloßen Händen läßt er sich nicht verbiegen. Mit 231 mm ist er extrem kurz und erlaubt daher nur Rollen bis max. 76 mm. Es gibt noch 2 Varianten einmal einen Frame mit 243 mm für die 80 mm und einen mit 219 mm für die 72 mm Rollen. Die Bohrungen sind für die üblichen 8mm Wellen gefertigt. Der SKT100 von Roces (links)
und der Rollerblade Twister Pro (rechts) sind ähnlich (nach)gebaut

Wissenswertes über Inliner-Rollen