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Dick Button
Als Dick Button immerhin schon 11 Jahre war, wünschte er sich nichts sehnlicher als ein Paar Eislaufschuhe. Als er sie endlich bekam, war er sehr enttäuscht, denn sein Vater brachte ihm Hockeystiefel: die Schuhe mussten umgetauscht werden. Dick war auch "dick" und wog damals bei einer Größe von 157 cm immerhin 72 kg. Sein Eislauflehrer sagte ihm, dass er nie ein guter Eiskunstläufer werden würde. Er wechselte den Lehrer. Bereits nach 5 Jahren gewann er die erste nationale Meisterschaft, danach weitere 6 mal. Als er mit 18 Student der Harvard-Universität wurde, trat er zur Winter-Olympiade in Grenoble an.
Er gewann die Goldmedaille und wurde danach 5 Jahre Weltmeister weil es niemand gab der ihm im Eiskunstlauf das Wasser
reichen konnte. Unter anderem sprang er 1949 als erster den Doppelaxel und 1951
als erster den dreifachen Rittberger. Danach beendete er seinen Amateurstatus und tourte - während er in Harvard Jura studierte - durch die Eisschows des Landes.
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Don Jackson
1962 in Prag konnten 18.000 Live-Zuschauer und über 250.000.000 Zuschauer am Fernseher mitverfolgen wie
Don Jackson den ersten 3-fach Lutz sprang. Er ist in die Eislaufgeschichte eingegangen als der "King of blade"
und begann die Serie an erfolgreichen Eiskunstläufer, welche Kanade bis heute zu bieten hat. Obwohl Jackson bei uns
als Eiskunstläufer nahezu in Vergessenheit geraten ist, ist der Markenname "Jackson" für
Spezialschlittschuhe und Spezialkufen auch heute noch bekannt. |

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Manfred Schnelldorfer
Man muss Manfred Schnelldorfer schon auf den Gedanken stoßen, denn von selbst kommt er ihm nicht: Er könnte
Millionär sein. Nachdem er 1964, grade zwanzig Jahre alt, Olympiasieger und Weltmeister geworden war, boten die Ice
Capades dem Mann mit dem höchsten und weitesten Doppelaxel der Welt (er wurde daher "Mister Doppelaxel"
genannt) 1,5 Millionen Dollar für einen Dreijahresvertrag. Schnelldorfer lehnte ab. Er hatte seinen Eltern
versprochen, niemals zur Revue zu gehen, und er wollte der gute Junge mit den klaren Linien bleiben. Auf dem Eis, wie
im Leben. Damals wie heute. Er gewann bei den Olympischen Winterspielen 1964 die Goldmedaille und ist damit der erste
und einzige Olympiasieger der Männer aus Deutschland. Im selben Jahr wurde er auch Weltmeister.
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Marika Kilius & Hans-Jürgen Bäumler
Hans-Jürgen Bäumler und seine Partnerin Marika Kilius sind das erfolgreichste und populärste Eislaufpaar
Deutschlands. Sie gewannen vier Mal die deutsche Paarlaufmeisterschaft, sechs Europameistertitel, die Weltmeisterschaften
1963 und 1965 und je Silber bei den olympischen Spielen 1960 in Squaw Valley und 1964 in Innsbruck. 1966 gaben sie die
Silbermedaille von Innsbruck freiwillig zurück, weil das Internationale Olympische Komitee (IOC) eine
nachträgliche Untersuchung über ihren Amateurstatus anstrengte. Als Schauspieler und Schlagersänger
startete Bäumler auch eine zweite Karriere im Showgeschäft. Erst vor kurzem wurde im Fernsehen der Spielfilm "Das große Glück", den die beiden 1967 gedreht hatten, wiederholt. Beeindruckend - immer noch - die "Leichtigkeit" ihres Vortrags und die Harmonie. 1999 waren sie anläßlich der Eisgala in Bad Liebenzell noch einmal als Paar auf dem Eis zu sehen, letzteres nur weil Herr Bay die beiden sehr gut kennt. Das Publikum jedenfalls hatte die beiden popoulären Sportler - trotz der langen Zeit - noch nicht vergessen und war begeistert.
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Jayne Torvill & Christopher Dean
Die beiden Eisläufer revolutionierten Mitte der 80er Jahre das Eistanzen. Sie waren die ersten, das mit freien Elementen die Strenge des Eistanzens aufsprengten und waren damit maßgeblich daran beteiligt, dass der Eistanz mittlerweile für den Zuschauer die populärste Form des Eiskunstlaufens geworden ist. Die beiden Briten zeigten in Sarajevo 1984 "freies" Tanzen zu Ravels Bolero, was möglicherweise gegen die Regeln verstieß. Aber die Juroren waren von der Vorführung so hingerissen, dass sie bei den 18 Wertungen zwölfmal die Höchstnote 6,0 vergaben. Beide haben immer wieder betont, dass ihnen Eislaufen immer Spaß gemacht hat und das obwohl sich Chris bei seinen ersten Versuchen als Kind gleich ein Bein gebrochen hat und Jayne sich anfangs nur geradeaus fahren traute. Mit ihrer Liebe zum Eislaufsport, viel Disziplin und jede Menge harter Arbeit sind sie aber schließlich und endlich zu den Vorreitern des modernen Eistanzes geworden.
1994 kehrte das Paar noch einmal auf die olypische Bühne in Lillehammer zurück und gewann die Bronzemedaille.
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Toller Cranston
Zuerst kam die Überraschung, dann das Befremden, dann die Bezauberung. Im Eiskunstlauf war Bezauberung etwas, das
den Damen, den Paaren und Tänzern vorbehalten war. Darf ein Mann so laufen? Ist das noch Sport?
Männer bezauberten nicht, Männer beeindruckten. Mit einem dreifachen Lutz zum Beispiel. Und dann lief Toller
Cranston bei der Weltmeisterschaft 1974 in München seine Cinderella-Kür: Arme, die bei Schrittpassagen
über dem Kopf wedelten, Pirouetten mit einem seltsam in sich verwundenen Körper.
Bis zu diesem Tag hatte bei den Herren die strenge Anzugsordnung
(schwarzer Anzug mit und weißem Hemd mit Fliege) das ästhetische Formprinzip bestimmt: Strenge, gerade Linien,
die nur von der Musik zum Schwingen gebracht werden durften. Als körperliche Reaktion auf einen musikalischen Reiz.
Niemals jedoch war der Körper die Kreation eines Gedankens oder einer seelischen Befindlichkeit. An diesem
Kür-Abend in München erlöste Toller Cranston den Körper aus seiner Materialhaftigkeit, die zum
Beispiel einen dreifachen Flip ermöglichte und transformierte ihn zum Abbild einer inneren Bewegung.
Cranstons Kür war weniger ein athletischer Lauf als ein künstlerischer Akt. 1976 gewann er in Insbruck noch
die Bronzemedaille. An einem eisigen, sonnigen Morgen im März 1976 versenkte er am Tag nach der Weltmeisterschaft
in Göteborg seine Pflichtschlittschuhe in einem Kanal und erklärte seinen Rücktritt. Enttäuscht
und verbittert, weil er wieder keine Medaille gewonnen hatte.
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Norbert Schramm
Norbert Schramm begann als Kind im Alter von 6 Jahren mit dem Eiskunstlaufen. Sein Trainer war - wie für H.-J.-Bäumler - Erich Zeller. Der zweimalige Eiskunstlauf-Europameister, mehrfache Deutsche Meister und Vizeweltmeister (1983 in Helsinki) war Anfang der 80er Jahre die Lichtgestalt im
bundesdeutschen Eiskunstlaufsport. Nach seiner aktiven Karriere wechselte der "King on Ice" 1985 ins Profilager zu
"Holiday on Ice". 1993, genau an seinem 33. Geburtstag, verabschiedete
er sich in Rust von der Eiskunstlaufkarriere. Obwohl er seit 1988 eine Trainerlizenz besitzt wurde er anfänglich von der DEU verschmäht. 1997 endlich holte man ihn als
Trainer ins Bundesleistungszentrum nach Oberstdorf und damit erfuhr der deutsche Eiskunstlauf eine neue Belebung. 1997 und 1998 tourte er mit „Stars
on Ice“ durch Deutschland und begeisterte auch in Bad Liebenzell (1998, 2000) die Zuschauer. Sein Markenzeichen bei den Shows war der Rückwärtssalto.
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Denise Biellmann
Denise Biellmann ist eine der bekanntesten Eislauflegenden, denn die Schweizerin erfand die nach ihr genannte Pirouette bei der man das Spielbein über den Kopf zieht. Von vielen wurde der "Spagat im stehen" kopiert, aber keine kann es so gut wie sie selbst. 1981 gewann die Züricherin die Europa und Weltmeisterschaften und danach noch über 10 Mal die Profiweltmeisterschaften. Mit Ende 30 Jahren denkt Denise so langsam über ihr Karriereende nach und so war es 2002 wohl die letzte Möglichkeit sie live im Polarion zu erleben.
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Katarina Witt
Die zweimalige Olympiasiegerin, vierfache Welt- und sechsfache Europameisterin gehört zu den erfolgreichsten
und populärsten Eiskunstläuferinnen aller Zeiten. Zu ihren größten sportlichen Erfolgen zählen
ihre Siege bei olympischen Spielen, so konnte sie in den Jahren 1984 und 1988 für die DDR zweimal Gold erringen;
damit ist sie neben Sonja Henie die zweite Eiskunstläuferin, der es gelang, den Olympiasieg zu wiederholen.
Katarina Witt wechselte 1988 ins Profilager und war somit für die folgenden olympischen Spiele 1992 in Albertville
nicht startberechtigt. Als 1994 Profis vom IOC offiziell zugelassen wurden, nahm sie in Lillehammer nochmals an den
Spielen teil, wo sie bei ihrem olympischen Comeback Platz sieben belegte. Als Profi sieht man sie in Eisrevuen,
wie z.B. Hollywood on Ice, und seit 1997 veranstaltet sie auch selbst Shows auf dem Eis. Mit der Hauptrolle in dem
Eislauffilm "Carmen" 1989 begann sie eine Karriere als Schauspielerin. Mit einer Abschiedstournee durch Deutschland hat sie 2008 ihre Eislaufkarriere offiziell beendet.
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Mandy Wötzel & Ingo Steuer
Beide sind in Karl-Marx-Stadt geboren, als Kinder trainierten sie sogar auf der selben Eisbahn. Mandy lief zunächst mit Axel Rauschenbach, und sie gewannen 1989 die Silbermedaille bei den Europameisterschaften. Mandy war gerade 15
Jahre alt als sie bei einem schweren Trainingsunfall Axels Schlittschuh an den Kopf bekam und lag kurze Zeit im Koma. Mandy
trennte sich von ihrem langjährigen Partner. Ingo Steuer war schon eine zeitlang "solo", nachdem seine
Partnerin Ines Müller aufgehört hatte. Da erst kamen die Paarläufer unter ihrer Trainerin Monika Scheibe
zusammen. Zuerst war sich die Trainerin nicht sicher, ob es die zwei Hitzköpfe überhaupt miteinander aushalten
würden. Das war 1992, aber schon wenige Monate später gewannen die Chemnitzer Silber bei den Europa- und
Weltmeisterschaften. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Nagano 1998 wechselten die beiden
ins Profilager und erwischten dort auch gleich einen hervorragenden Start. Jetzt konnten die beiden ihre Stärken "innovative Hebefiguren" noch besser ausspielen als vorher. Bei ihrem ersten Wettkampf, dem "Master Miko" in Paris,
kassierten sie die höchsten Noten aller Teilnehmer. Zahlreiche Engagements vor allem in den USA folgten. Trotzdem blieben Mandy und Ingo ihrem Publikum in Deutschland treu und nahmen auch mehrfach bei "Stars on Ice" teil.
Ganz besonders freuten sich die beiden bei dem Auftritt 2006 im Polarion, weil sie sich hier durch die
langjährige Freundschaft und die vielen Kontakte zu Inge, Heinz und Matthias Bay wie zu Hause fühlen.
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Alexei Yagudin
Alexei wurde 1980 in Leningrad (heute St. Peterburg) geboren. Das Schlittschuhlaufen begann er mit 4 Jahren. Er wurde von Alexei Mischin in St. Petersburg
trainiert. Die Saison 2001 - 2002 war sein Rekordjahr aber bereits im Jahr 2000 war Alexei Yagudin bei "Stars on Ice" im Polarion dabei. Er war der erste Eiskunstläufer, der Gold in vier
internationalen Meisterschaften erreichen konnte: 2001 die Europameisterschaft, den Grand-Prix und die
Weltmeisterschaft sowie 2002 die olympische Goldmedaille in Salt Lake City. Er war insgesamt vier mal Weltmeister
gewesen. Aus gesundheitlichen Problemen, aber auch weil er merkte, daß er gegen seinen Landsmann Evgeni Plushenko nicht mehr
bestehen konnte, zog er sich 2003 zurück und trainiert jetzt Brian Joubert und andere Weltklasseläufer.
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Lucinda Ruh
Natürlich kann die hübsche Schweizerin auch wunderbar Eis laufen. Furore machte sie aber
vorallem mit ihren Pirouetten, daher wird sie auch als die "Pirouetten-Königin" bezeichnet. In der
„Today Show“, der berühmten Vormittagsshow im amerikanischen Fernsehen, die am 3. April 2003 live vom Rockefeller
Center in New York City ausgestrahlt wurde, schaffte sie dabei zunächst 105 Umdrehungen. Am Nachmittag in
Chelsea Pears gelangen ihr auf einem Bein sogar 115 Umdrehungen in Folge. Damit übertraf sie bei weitem die
allgemeinen Erwartungen, nach denen man mit etwa 80 Umdrehungen rechnete. Sie wird nun mit 115 Umdrehungen offiziell
als Rekordhalterin im Pirouettendrehen in das Guinness Buch der Rekorde eingetragen. Der alte Rekord, der von Neil
Wilson aus Großbritannien gehalten wurde, lag bei 60. Lucinda Ruh hatte vor 2 Jahren bei der 15. Eisgala in Bad Liebenzell
das Publikum begeistert.
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Kati Winkler & René Lohse
Kati Winkler und René Lohse haben sich so fest in der Weltspitze etabliert, dass man sich kaum noch an ihre
Anfänge erinnert. An das Jahr, als sie zum ersten Male einen Deutschen Meistertitel gewannen: 1990 in Chemnitz, das
Jahr in dem diese Stadt - mit dem Niedergang der DDR - gerade erst aufgehört hatte Karl-Marx-Stadt zu heißen.
Winter für Winter überzeugten die sechsmaligen deutschen Meister mit innovativen, fantasievollen Programmen die
Zuschauer in der ganzen Welt, nur die Preisrichter verwehrten ihnen gute Noten. Sie waren zu bescheiden und schüchtern,
um sich laut zu beschweren. Dann sahen sie ein, dass den deutschen Funktionären einfach die Lobby in dieser
undurchsichtigen Disziplin fehlt. Und als es peu à peu ganz nach oben ging und sie älter wurden, stellten
sich die Verletzungen ein: Kreuzbandriss vor Olympia, Innenbandanriss vor der Europameisterschaft im Januar. René
wurde zum Pechvogel der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Im März 2004 konnten Sie endlich ihren Wunschtraum verwirklichen
und bei der Weltmeisterschaft in Dortmund die Bronze-Medaille holen. Kurz darauf waren sie nochmals im Polarion bei "Stars
on Ice" zu sehen. Das Publikum war begeistert. Die beiden hatten angekündigt, danach ihre aktive Laufbahn beenden zu wollen und und in Ruhe zu überlegen wie sie neue, eigene Wege beschreiten können.
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Stefan Lindemann
Der deutsche Eislaufunion hat seit vielen Jahren kaum Eiskunstläufer hervorgebracht die sich gegen die internationale
Konkurrenz durchsetzen konnte. Stefan Lindemann, dem anfänglich so mancher Funktionär wenig zugetraut hat, hat
trotzdem nie aufgegeben. Im März 2000 war er der erste Deutsche, der den Titel eines Juniorenweltmeisters gewann. Mehr
als einhundert Stürze gingen dem denkwürdigen Tag voraus, als Stefan zum ersten Mal überhaupt den vierfachen
Toeloop stand. Jener 21. August 2001 war ein Dienstag. Er hatte Abendtraining. „Ich ging aufs Eis und wusste:
„Heute stehst du ihn“, erinnert er sich. Kein Geringerer als der zweimalige Europameister Norbert Schramm sagte einmal:
„Stefan hat das Potenzial, ein Großer zu werden.“ Ein großer Athlet und Kämpfer ist er längst.
Ilona Schindler, die ihn trainiert, muss ihn beim Training manchmal bremsen. „Stefan ist einer, der sich schinden will.“
Am 7. November 2003 sprang der Erfurter Sportsoldat als erster deutscher Läufer in einem internationalen Wettbewerb
einen Vierfachsprung. Damit gewann er den Sprung-Wettbewerb beim Bofrost Cup in Gelsenkirchen und im März dieses Jahres
gewann mit Stefan Lindemann seit 21 Jahren zum erstenmal wieder ein deutscher Herr eine Medaille bei Eiskunstlauf
Weltmeisterschaften, auch noch im eigenen Land, in der Westfalenhalle in Dortmund. 2005 gewann er bei der Europameisterschaft
in Turin wiederum die Bronzemedaille und hat damit bewiesen, dass er nicht nur kämpfen sondern auch künstlerisch
mit den internationelen Eiskunstläufern mithalten kann. Trotzdem - und das macht den jungen Erfurter so sympathisch -
ist er natürlich und bescheiden geblieben. Auch 2005 wird Stefan Lindemann wieder - wie das Jahr davor - bei der
Eisgala im Polarion auftreten.
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Evgeni Pluschenko
Evgeni Pluschenko stammt aus einfachen Verhältnissen. "Er war als Kind oft krank. Alles begann, als
Bekannte ihm Schlittschuhe schenkten", erinnert sich die Mutter an den sportlichen Beginn 1986.
Besonders fasziniert war Plushenko von einem Mädchen, das in der Eishalle von Wolgograd die Bielmann-Pirouette zeigte.
"Seitdem wollte ich die Pirouette erlernen, es war pure Magie für mich", erinnert er sich. Überzeugt vom
großen Talent des Jungen nahm ihn der Erfolgstrainer Alexei Mishin in St. Petersburg unter seine Fittiche.
Dort trainierte der damals Elfjährige gemeinsam mit Stars wie Alexei Yagudin und Alexei Urmanow. Der dreifacher
Weltmeister ist der erste und bisher einzige Mann der eine Bielmann-Pirouette zeigt. 2004 mußte Evgeni aber
eine herbe Niederlage einstecken, als der Franzose Brian Joubert vor dem Titelverteidiger siegte. Schuld daran war
sicher auch die Nachwirkungen einer Gelenkentzündung die er sich zugezogen hatte, weil er zu oft den Vierfach-Toeloop
geübt hatte. Als erstem Eiskunstläufer gelang ihm eine Kombination aus Vierfach-, Dreifach- und Zweifach-Toeloop.
Durch eine fantastische Leistung konnte Evgeni aber beim Grand-Prix-Finale der Eiskunstläufer in Peking wieder
seinen Stempel aufgedrückt. Er kam auf 251,75 Punkte und überbot damit seinen eigenen Weltrekord (234,29)
deutlich. Evgeni ist derzeit der beste Eiskunstläufer den es auf der Welt gibt, es bleibt abzuwarten ob der die
großen Hoffnungen 2006 in Turin erfüllen kann. Als einer der wenigen Eisläufern ist der den Verlockungen des "großen Geldes" bisher nicht erlegen und seinem Heimatland treu geblieben.
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Aljona Savchenko und Robin Szolkowy
Als die aus der Ukraine stammende Aljona Savchenko mit dem Chemnitzer Robin Szolkowy im Frühjahr 2003 die ersten gemeinsamen Schritte auf dem Eis wagten, spürten die zwei, dass sie mit ihrem Trainer Ingo Steuer viel erreichen können. Sie ergänzen sich traumhaft und begeisterten schon nach wenigen Monaten Zuschauer und Fachleute bei der Deutschen Meisterschaft mit dem Titelgewinn. Wegen des Länderwechsels von Aljona allerdings musste das Paar sich bis zur Saison 2004/2005 gedulden, bis es international antreten durfte. Dort machten die Chemnitzer gleich Furore, gewannen Bronze bei ihrem ersten Grand Prix Wettbewerb in Moskau, wurden Vierte bei der Europameisterschaft und auf Anhieb Sechste bei der Weltmeisterschaft. Die laufende Saison begann perfekt mit einem Sieg beim Grand Prix „Skate Canada“ und der Bronzemedaille beim Grand Prix Finale in Tokyo. Noch während der Deutschen Meisterschaft 2006 erhielt Aljona ihren deutschen Pass, den sie für die Olympiateilnahme benötigte. Bei der Europameisterschaft in Lyon bewies das Paar mit dem Gewinn der Silbermedaille, dass es zu den Kandidaten auf eine Olympiamedaille gehört. Ihre Olympiaträume drohten jedoch jäh zu platzen, als Trainer Ingo Steuer wegen seiner Stasi Vergangenheit nicht für Turin nominiert wurde. Eine einstweilige Verfügung brachte die beiden mit ihrem Trainer zu den Winterspielen, wo sie leider unter Wert geschlagen wurden und auf Platz 6 landeten. Am 24.01.2007 errang das Eislauf-Paar in Warschau den Titel eines Europa-Meisters. Sie gewannen mit fast 20 Punkten Vorsprung vor den Russen Maria Petrowa und Alexei Tichonow. 2008 errangen sie in Göteburg endlich den Weltmeistertitel. Es ist zu hoffen, dass man nun ein Einsehen hat und dem Paar endlich die Unterstützung gibt die es braucht. Wie viele andere ehemalige DDR-Trainer sind heute noch in der BRD tätig? Man kann nur mutmaßen, ob da nicht noch etwas anderes dahinter steckt. Ingo ist ja bekannt dafür, dass er mit seiner Meinung und Kritik nicht hinter Berg hält. Das Polarion und die hiesigen Eislauffreunde haben Ingo und seinen Meisterschüler stets die Treue gehalten.
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Anmerkung:
Die obige Liste kann leider nicht alle Läufer aufführen, welche in dieser Zeitspanne hervorragende
Leistungen gezeigt haben. Der Hauptgrund ist rein technischer Art, d.h. wir wollen vermeiden, dass die Ladezeiten zu lang werden. Aus diesem Grund darf nicht daraus abgeleitet werdne, dass wir deren Leistungen geringer bewerten. Wer meint, das wir den einen oder anderen Läufer trotzdem nennen müßten (voralllem auch deshalb, weil er bzw. sie im Polarion aufgetreten sind), sollte uns bitte eine Mail schicken. Wir werden versuchen einen Weg zu finden. Wir bedanken uns bei allen die uns Bilder und Texte überlassen haben. |
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