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Es wird immer wieder behauptet, dass "Artificial Ice" das Natureis ersetzen kann.
Um uns selbst einen Eindruck bilden zu können, sind wir extra nach Mannheim gefahren wo anlässlich des Maimarktes eine
künstliche Eisfläche in der Grösse von 30 x 15 m aufgebaut worden war. Die Eisfläche konnte man kostenlos testen,
d.h. die Veranstalter scheuten nicht sich fremdem Urteil zu stellen. Außerdem wurden diverse Eishockey-Matches (mit
verringerter Mannschaftsstärke wegen der kleineren Fäche) ausgetragen und last-no-least gaben einige Spitzenathleten
aus der Eiskunstlaufszene diverse Einlagen.
Wie aus dem Kurzvideo mit Denise Bielamnn zu
ersehen ist, taten sich auch die Profis schwer. Auf dem künstlichen Eis ist es sehr schwer auf Geschwindigkeit zu kommen,
selbst mit maximalem Krafteinsatz ist nicht einmal die Hälfte der üblichen Gleitgeschwindigkeit zu erreichen.
Dies fällt bei den Hockeyspielen weniger auf, denn Hockeyspieler rennen beim Beschleugigen quasi über das Eis
und da kann ein höherer Reibungskoeeffizient sogar nützlich sein. Sobald man jedoch nicht mehr vorschiebt bleibt man
nach kurzer Gleitphase wieder stehen. Ohne scharfe Kanten rutscht man zudem leicht zur Seite weg und Pirouetten sind kaum auf
der Stelle zu drehen. Die Kufen werden mit der Zeit sogar merklich heiß und auf der "Eisfläche" bildet sich
ein feiner Abrieb der gelegentlich aufgesaugt oder weggekehrt werden muss. Dennoch
meint der Hersteller, dass die 2 1/2 cm dicken Kunststoffplatten Standzeiten von mehr als 10 Jahren haben.
Dass es Denise Bielmann geschafft hat sich elegant auf dem Eis zu bewegen liegt wohl an ihrem Können, wir haben
jedenfalls nach kurzer Zeit frustiert aufgegeben und freuen uns auf die nächste Saison mit echtem Eis. |