Beurteilung Eistanz

Die Ausführung eines Pflichttanzes wird nach folgenden Gesichtspunkten beurteilt:

  1. Takt und Rhythmus
  2. Schritte
  3. Spurenbild
  4. Vortrag

Regeln für Takt und Rhythmus
Genaue Übereinstimmung aller Schritte mit Takt und Rhythmus der Musik im Gleichklang beider Partner ist das wichtigste Beurteilungsmerkmal beim Tanzen.
Dazu gehört ferner die Fähigkeit des Tanzpaares, den typischen Charakter des betreffenden Tanzes zum Ausdruck zu bringen.

Merkmale einer musikalisch und rhythmisch überzeugenden Interpretation sind außerdem:

  1. Start der Schrittfolge möglichst auf die erste betonte Schlagzeit des musikalischen Themas oder dessen Wiederholung
  2. Beachtung der betonten und unbetonten Takte bzw. Schlagzeiten

Beispiel: Walzerrhythmus mit den Schlagzeiten 1 - 2 - 3 / 4 - 5 - 6; Schrittbetonung auf Schlagzeit 1 des Musikthemas (Anfang oder Wiederholung der Melodie), nicht aber auf Schlagzeit 4 (unbetonter Takt). Takt- und Rhythmusfehler beim Eistanztanz wiegen in aller Regel schwerer als sonstige Mängel in der Ausführung; sie fallen daher bei der Benotung entscheidend ins Gewicht.

Regeln für die Schritte
Korrekte und technisch saubere Ausführung aller vorgeschriebenen Schritte, Drehungen und Wendungen eines Tanzes ist ein wesentliches Kennzeichen für die läuferischen Qualitäten des Tanzpaares und seine technische Sicherheit.

Regeln für das Spurenbild
Das vorgeschriebene Spurenbild eines Tanzes soll - vor allem in den Wiederholungen - so genau wie möglich eingehalten werden. Bei einem bevorzugten Spurenbild sind dessen mehr oder weniger vorteilhafte Anlage und die gute Deckung seiner Wiederholungen in der Wertung zu berücksichtigen. Beim Pflichttanz soll die verfügbare Lauffläche großzügig, mit tiefen, schwungvollen Bogen ausgefüllt werden.

Regeln für den Vortrag
Hierzu zählt die korrekte Einhaltung der vorgeschriebenen Tanzhaltung bei freier, aufrechter Körperhaltung. Das Paar soll möglichst eng zusammen, jedoch leicht, fließend und schwungvoll tanzen. Allerdings darf die Geschwindigkeit nicht zu Lasten eines guten Laufstils gehen. Für den persönlichen Ausdruck des Tanzpaares ist eine gewisse Freiheit gegeben.