| Die folgenden Figuren sind schon etwas schwieriger und benötigen zum Erlernen mindestens ein oder
zwei Saisons. Bogenachter vorwärts und rückwärts
Wer das Geradeausfahren auf einem Bein beherrscht darf sich an die nächste Hürde wagen. Man stößt wieder
mit einem Bein ab und gleitet auf dem Standbein. Diesmal jedoch belastet ihr nur die Außenkante
(und bleibt auch so) so daß euch die Kante auf einen Kreis zwingt. Merke: wenn es kein Kreis wird habt ihr nicht
sauber gekantet. Am Anfang werdet ihr möglicherweise auf halben Weg verhungern, d.h. es geht der Schwung aus und der Kreis
kann nicht geschlossen werden. Schubst daher jetzt etwas stärker an und lauscht auf evt. Geräusche, welche von
der Kante ausgehen. Wenn es kratzt, steht ihr nicht sauber auf der Kante. Sobald der Kreis geschlossen ist, steht man wieder gerade auf beiden Beinen. Wechselt nun das das Standbein und macht einen Kreisbogen in die andere Richtung
wobei ihr euch wieder mit dem (anderen) Spielbein abstoßen müßt. Die beiden Kreisbögen zusammen ergeben eine Acht, daher der
Name Bogenachter (2 Kreise). Nur an der Schnittstelle zwischen den beiden Kreisen darf man mit dem Spielbein
anschubsen, ansonsten müßt ihr das Spielbein gestreckt nach hinten halten. Die Arme werden parallel zur Kreisbahn
geführt.
Schlangenbogen
Vorbereitung: Wir stellen uns nach dem Abstoß mit dem Spielbein auf das Standbein und schwingen dann mit dem Spielbein
vor dem Standbein hin und her. Durch die Gewichtsverlagerung kippt man leicht auf der Kante und es entsteht
zwangsläufig ein Schlangenbogen. Dies ist das Prinzip! Der Schlangenbogen als Pflichtfigur beinhaltet jedoch etwas
mehr. Man beginnt wie beim Bogenachter, stößt sich aber nach Schließen des Kreises nicht erneut ab,
sondern kippt auf der Kante und dreht somit in die andere Richtung. Damit die Gewichtsverlagerung gelingt müssen die
Arme unterstützen, d.h. deren Führung wird in diesem Moment gewechselt. Erst wenn der nächste Halbbogen erreicht
ist, darf man sich erneut abstoßen wobei man gleichzeitig das Standbein wechselt und dreht somit auf einem 3. Kreis.
Nach dem Schließen dieses Kreises kippt man auf die andere Kante und gleitet nun auf einem Halbkreis zurück zum
Ausgangspunkt. Nun geht das Spiel wieder von vorne los.
Schwungbogen
Zugegeben, die einfachen Figuren hängen einem mit der Zeit zum Halse heraus. Trotzdem muss man sie erst beherrschen
bevor man schwierigere Sachen versucht. Als Belohnung für die bisher geleistete Arbeit machen wir jetzt eine
Übung, welche, wenn sie im Einklang mit der Musik steht, mehr Freunde macht: der Schwungbogen. Der Schwungbogen
wird begonnen wie ein Bogen eines Bogenachters. Diesmal bleibt das Spielbein jedoch nicht hinter dem Standbein sondern
wird von hinten nach vorne geschwungen. Das Schwingen des Spielbein muss gleichmäßig und harmonisch sein und
sollte nach einem Viertel des Kreisbogens auf Höhe des Standbein sein. Wenn das Spielbein ganz vorn angekommen ist
sollte der Halbkreis geschlossen sein. Wir steigen nun auf das andere Bein um, das bisherige Standbein wird jetzt zum
Spielbein, welches nun in die andere Richtung geschwungen werden muss. Es ergibt sich eine Schlangenbewegung. Das
Spielbein darf jedoch nicht mehr - wie beim Bogenachter - zum Abstoßen benutzt werden. Die Vorwärtsbewegung
ergibt sich ganz allein aus dem Schwung des Spielbeins. Mit der richtigen Musik macht das viel Spaß.
Dreier
Der Dreier sieht einfach aus, ist jedoch nicht ganz einfach zu erlernen. Man beginnt wie beim Bogenachter und fährt
sauber auf einer Kante, die Arme werden auf dem Kreis geführt. Nach einer halben Umdrehung wird der Kopf und der nach
vorn gehaltene Arm in den Kreis gedreht. Man muß zu diesem Zeitpunkt auf dem vorderen gekrümmten Kufenteil
stehen. Die Führung der Kante läßt nach und wir werden unwillkürlich in eine Drehbewegung gezwungen.
Nach einer halben Drehung müssen wir daher mit den Armen gegenhalten sonst würde die Drehbewegung weiter gehen.
Gleichzeitig stellen wir die Kufe wieder voll auf und gleiten nun rückwärts auf dem Bogen weiter. Nachdem der
Kreis geschlossen ist, wechseln wir das Standbein indem wir gleichzeitig eine Drehung in Richtung Spielbein
vollführen müssen und machen diese Figur spiegelverkehrt auf dem 2. Kreis. Die Arme müssen zur
Unterstützung der Drehung natürlich gewechselt werden.
Schlinge
Die Schlinge ist eine schwierige Figur. Sie ähnelt dem Dreier jedoch vollführt man keine halbe sondern eine
volle Drehung und steht zum Ende des Kreise wieder auf Vorwärts. Bei dieser Figur wechselt man weder die Kante
noch die Richtung, auch die Armhaltung bleibt nach der Drehung erhalten.
Cross Rolls
Unter Cross Rolls versteht man das Kreuzen der Kantenführung beim Gleiten wobei immer nur auf den Aussenkanten
gefahren wird. Vorwärts ist die Figur ganz einfach. Man muß sich dabei nach vorn beugen damit man überhaupt
auf der Außenkante aufsetzen kann. Wenn man nun so auf der Kante gleitet muß man sich weiter vorbeugen damit
man über diese Kante abkippen kann und damit auf die Außenkante des anderen Fußes aufzusetzen. Werden
die Schritte in schneller Reihenfolge ausgeführt wirkt die Bewegung etwas spastisch. Cross Rolls rückwärts
jedoch sieht sehr elegant aus, ist jedoch nicht einfach hinzukriegen. Das Kippen rückwärts über die
Außenkante erfordert anfänglich etwas Überwindung. Wichtig ist die Armhaltung, damit es gut aussieht
müssen die Arme parallel zu Gleitrichtung gehalten werden. Die Arme unterstützen dabei den Schub und wer
lange genug übt kann damit weite elegante Bögen rückwärts ausführen.
Mohawk
Der Mohawk ist ebenfalls eine Figur bei der sich die Kufenbahnen kreuzen, gleichzeitig wird auch noch eine halbe Drehung
ausgeführt. Man bleibt jedoch auf der selben Kante (Innenkante oder Außenkante). Der Mohawk wird
benötigt um die Laufrichtung zu ändern und dient zur Vorbereitung von Sprüngen.
Choctaw
Der Choctaw ist wie der Mohawk ein Fußwechsel mit halber Drehung wobei auch die Kante gewechselt wird. Er wird
bei Tanzschritten und zur Vorbereitung von Sprüngen benötigt.
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